Venenerkrankungen

venenheilkunde bottrop

Venenerkrankungen beruhen ursächlich auf einem Venenklappenschaden, sodass altes, verbrauchtes Blut in den Venen pendelt anstatt zur Entgiftung Richtung Herz abtransportiert zu werden, oder sie beruhen auf einer Blutgerinnselbildung, die die Vene verstopft und somit kein altes Blut auf dem Weg nach oben passieren lässt.

Venenerkrankungen gehören als eine der häufigsten Erkrankungen in unserer Gesellschaft zu den sogenannten „Volksleiden“. Bleiben Venenerkrankungen, die oft zunächst mehr kosmetischer Natur sind, unentdeckt, schreitet die Erkrankung fast immer fort und kann zu Thrombosen bis hin zur, möglicherweise tödlichen, Lungenembolie, darüber hinaus zum offenen Bein führen.

Krampfadern und Besenreiser

Sogenannte Kampfadern, medizinisch „Varikosis“, entstehen durch eine Verschlussschwäche der Venenklappen. Venenklappen bestehen aus Bindegewebe, das heißt, ursächlich verantwortlich ist eine Bindegewebsschwäche. Diese wiederum kann auf genetischen, das heißt vererbten, Grundlagen entstehen oder durch erworbene Lebensumstände wie Alter, Übergewicht, Schwangerschaften und Geburten, fehlende Bewegung, sitzende oder stehende Berufe.

Symptome außer den sichtbaren Krampfadern sind schwere, müde Beine, im fortgeschrittenen Stadium geschwollene Beine, Juckreiz im Bereich der Krampfadern bzw. im Knöchelbereich, bräunliche Verfärbungen.

Besenreiser sind kosmetischer Natur, können aber bei stärkerer oder starker Ausprägung durchaus eine Verminderung der Lebensqualität darstellen. Außerdem kann die ausgeprägte Besenreiservarikosis auch ein Hinweis auf tieferliegende Venenprobleme sein.

Thrombosen und Lungenembolie

Unter Thrombose versteht man ein Blutgerinnsel in den sogenannten tiefen Venen, wobei ca. 90% aller Thrombosen in den Beinvenen auftreten. Das sich bildende Gerinnsel in den tiefen Beinvenen führt zu einer Abflussbehinderung, das heißt, das Blut staut sich in der betroffenen Vene. Die Folge ist häufig eine Verdickung des Beines, wobei der Thrombosepatient oft zunächst nur über ein Spannungsgefühl in der Wade berichtet ähnlich einem anhaltenden Muskelkater.
Die tiefe Beinvenenthrombose ist deshalb eine gefürchtete Krankheit, weil sie, sofern sich ein Blutgerinnsel ablöst, zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie führen kann.

Findet die Blutgerinnselbildung im oberflächlichen Venensystem statt, nennt man dies Venenentzündung oder Thrombophlebitis. Die Venenentzündung ist nach außen als gerötetes Areal sichtbar, ist schmerzhaft und kann in das tiefe Beinvenensystem aufsteigen und dann ebenfalls zur Lungenembolie führen. Risikofaktoren für das Auftreten von Thrombosen sind: Bettlägerigkeit oder Bewegungseinschränkung, größere Operationen, Tumorerkrankungen, Schwangerschaften und Hormoneinnahme, längere (Flug-) Reisen u.ä.

Das offene Bein und das postthrombotische Syndrom

Das Beingeschwür, das heißt, das offene Bein oder medizinisch „Ulcus cruris“ betrifft in Deutschland ca. 2 Mio. Menschen und bedeutet eine ganz erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. 80% aller offenen Beine beruhen auf einer Erkrankung der Venen. Entsteht das offene Bein aufgrund einer vorherigen Thrombose, nennt man es auch ein postthrombotisches Syndrom. Darüber hinaus kann das Beingeschwür auf nicht behandelten Krampfadern beruhen oder auf einer Funktionsstörung der tiefen Venen, der sogenannten chronisch venösen Insuffizienz („innere Krampfadern“). Es kommt dann dazu, dass sich das venöse Blut im tiefen Beinvenensystem staut und zu einem vermehrten Druck in den kleinsten Blutgefäßen führt. Über mehrere Schritte kommt es zu einer Entzündungsreaktion der Haut bis hin zum Gewebeuntergang. Das offene Bein kann spontan entstehen oder häufig nach einer Verletzung (Stoßen am Fahrradpedal oder an der Bettkante, Kollision mit dem Einkaufwagen, stürmische Haustiere oder Enkelkinder).

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